Die Deutsche Telekom AG Aktienanalyse kannst Du Dir auch auf YouTube anschauen und am Ende des Beitrags das zugehörige Factsheet downloaden 😊


Kurzüberblick

Die Deutsche Telekom AG ist ein Telekommunikationsunternehmen mit Hauptsitz in Bonn, Deutschland. gegründet wurde der Konzern am 2. Januar 1995. Das Unternehmen betreibt technische Netze (Gigabit-Ethernet, 2G – 5G) für den Betrieb von Informations- und Kommunikationsdiensten (Festnetz, Mobilfunk, Datennetzen oder Onlinediensten und das hauseigene Fernsehangebot MagentaTV) und die dazugehörige Hardware (IoT-Geräte, Router etc.). Das Unternehmen verfügt über 50 Millionen Kunden in Europa und gemeinsam mit T-Mobile US über 107 Millionen Kunden in Amerika und ist damit Europas größter Telekommunikationskonzern und seit neuestem Amerikas zweitgrößter. Der Umsatz beläuft sich im Jahr 2019 auf 80.531 Mio. € (Vorjahr: 75.656 Mio. € / +6,4%) und der bereinigte Konzernüberschuss auf 4.948 Mio. € (Vorjahr: 4.545 Mio. € / +8,9%). Vorstandsvorsitzender ist Timotheus Höttges, der seit dem 1. März 2009 Finanzvorstand war und seit dem 2014 Vorstandsvorsitzender ist. Mit einer Marktkapitalisierung von 72,76 Mrd. € ist die Deutsche Telekom Rang 6 im Deutschen Aktienindex. 


Kursverlauf

Der Kursverlauf im 5-Jahreszeitraum widerspiegelt Anstieg von6,22%, der infolge der Covid-19 Krise seinen Tiefpunkt hatte. Die Aktie erreichte am 04.05.2017 ihr Allzeithoch bei 18,15€. Das Tief liegt inmitten der Coronakrise bei 10,41€. Mit aktuellem Kurs von 15,23€ konnte sich die Aktie seitdem wieder erholen, liegt gleichzeitig auch auf dem gleichen Niveau wie 1997. Die 1-Jahresperformance von +1,66% sowie der Kursverlauf zeigt, dass bei der Aktie in den letzten Jahrzehnten nicht viel los war. 


Profitabilität

Deutsche Telekom Aktie Profitabilität

Blicken wir nun auf den Umsatz, Gewinn & die Marge. Der Umsatz von 69,2 Mrd. € im Jahr 2015 konnte bis 2019 um +16,33% bis auf 80,5 Mrd. € gesteigert werden. Dies entspricht einem jährlichen Zuwachs von +3,07% jährlich. Die Marge ist über den Zeitraum ist stabil bei rund 6%, wobei sie 2017 ihren Hochpunkt bei 8,01% erreichte. Der Gewinn 2015 beläuft sich auf 4,1 Mrd. € und erhöhte sich um +19,51% auf 4,9 Mrd. €. Ein Anstieg von durchschnittlich +3,63% jährlich. Auch das EBITDA konnte signifikant von 18,4 Mrd. € um über 47,28% auf 27,1 Mrd. € gesteigert werden. 

Der Blick auf die Profitabilität lässt also den Entschluss zu, dass die Deutsche Telekom über die letzten Jahre profitabel gewirtschaftet hat und Umsatz, EBITDA und Gewinn kontinuierlich steigern konnte. 


Dividende

Deutsche Telekom Dividende

Dividende
Mit einer Dividende von 0,60€ im Jahr 2019 und einer Dividendenrendite von 4,12% ist die Deutsche Telekom ein interessanter Dividendentitel – nicht zuletzt auch aus steuerlicher Sicht. Die Dividende lag im Jahr 2015 bei 55 Cent und steigerte sich bis 2018 auf 70 Cent und wurde zu 2019 um 10 Cent gekürzt. Folglich liegt das durchschnittliche rückläufige Dividendenwachstum über den gesamten Zeitraum bei 4,17%. Die Ausschüttungsquote die zuletzt bei 73,17% und im Durchschnitt bei 98,82% liegt, ist auf einem äußerst hohen Maß und als ungesund anzusehen. Über die letzten 5 Jahre konnte man – ohne Berücksichtigung des Kurszuwachses – jährlich durchschnittlich 4,04% Dividendenrendite mitnehmen. 

Finanzierung
Werfen wir zusätzlich einen Blick auf den freien Cashflow und stellen diesem die Ausschüttungssumme gegenüber. Allgemein ist festzustellen, dass die Deutsche Telekom über einen enorm hohen Cashflow verfügt, der signifikant stärker Anwächst als die Dividendenausschüttung. Die höchste Quote wurde 2016 bei 57,1% erreicht und lag zuletzt bei 27,7%. Die Dividende ist folglich sehr gut durch den freien Cashflow gedeckt und daher als stabil anzusehen. 

Steuerfreiheit
Zusätzlich profitieren Aktionäre von einer steuerfreien Dividende, sofern man die erworbenen Aktien niemals verkauft. Das liegt daran, dass die Dividende aus dem Einlagekonto gezahlt wird. Hier greift §27 des Körperschaftssteuergesetzes. Folglich fällt keine Abgeltungssteuer an.

Fazit
Die Dividende ist zuletzt gekürzt wurden, das Dividendenwachstum in den letzten 5 Jahren rückläufig und die Ausschüttungsquote enorm hoch. Jedoch ist die Dividende hervorragend durch den hohen freien Cashflow gedeckt und daher als sicher anzusehen. Mit der hohen Dividendenrendite der letzten Jahre und der steuerfreien Auszahlung dürfte die T-Aktie somit auch für ein Dividendendepot zulässig sein.


Bilanz

Deutsche Telekom Bilanz

Kapitalverteilung
Schauen wir nun auf die Kapitalverteilung. Die Balken widerspiegeln die Verteilung von Eigenkapital in Hellblau und Fremdkapital in Dunkelblau dargestellt.  Beide Werte zusammen ergeben die Bilanzsumme. Während die Bilanzsumme in den Jahren 2015 bis 2018 bei rund 145 Mrd. € lag, erhöhte sich diese signifikant auf 170,7 Mrd. €, was durch einen überproportionalen Zuwachs von Fremdkapital zu begründen ist. Einen wesentlichen Einfluss auf die Erhöhung von 25,3 Mrd. € hatte die Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 „Leases“. 
Die Eigenkapitalquote liegt im Zeitraum zwischen 26,5% und 30%, wobei diese zuletzt bei 27,1% – und damit unter den Vorjahren liegt.

Verschuldung
Interessanter ist die Verschuldung. Dafür werfe ich einen Blick auf die Bilanzsumme und unterteile diese in Eigenkapital mit 46.231 Mio. €, 81.424 Mio. € Schulden und 43.017 Mio. € nichtzinstragendem Fremdkapital. In Grün dargestellt sind die liquiden Mittel, die sich auf 5.393 Mio. € belaufen. Mit diesen Werten sind wir in der Lage, die Nettoverschuldung zu berechnen, die sich aus den Schulden abzüglich der liquiden Mittel errechnet. Die Nettoverschuldung beläuft sich also auf 76.031 Millionen Euro.

Verschuldungsgrad
Um das besser einschätzen zu können, teilen wir die Nettoverschuldung noch durch den EBITDA, der bei 27.120 Mio. € liegt und erhalten dadurch den Verschuldungsgrad. Dieser liegt bei 280,4%. Das bedeutet, dass 2,8-fache der jährlichen Ertragskraft ist notwendig, um die Schulden zu tilgen. Meine persönliche Grenze liegt bei 250%. 

Fazit
Die Verschuldung ist sehr hoch. Die Deutsche Telekom setzt sich das Ziel, die Nettofinanzverbindlichkeiten zwischen 2,25 und 2,75 zu halten. Auch die Eigenkapitalquote soll zwischen 25% bis 35% liegen.


Aktie

Deutsche Telekom Aktie

Aktienkennzahlen
Bitte selber entnehmen 😀
Falls Du nicht mit allen Kennzahlen was anfangen kannst, lies Dich gerne im Börsen-ABC ein.

Aktionärsstruktur
100% der Aktien befinden sich im Freefloat. Insgesamt werden 52% von institutionellen Investoren gehalten, von denen „The Vanguard Group, Inc.“ mit 2,05% und die „Norges Bank Investment Management“ mit 1,91% die größten Beteiligungen halten. Die KfW ist mit 17,4% beteiligt. 16,1% sind Privataktionäre und 14,5% werden von Bund gehalten. 

Schauen wir noch auf die Region der institutionellen Aktionäre sehen wir, dass 34,2% in Deutschland gehalten werden. Gefolgt von 26,3% im übrigen Europa und 22,7% in Großbritannien. In Amerika werden 11,9% der Aktien gehalten, wobei sich die restlichen 4,9% auf die übrigen Länder der Welt verteilen.


Segment Analyse

Telekom Segment Analyse

Der Konzern ist in fünf operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services gegliedert. Betrachten wir die einzelnen Segmente für sich:

Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunkgeschäfts für Privat und Geschäftskunden in Deutschland. Ein weiter Fokus liegt auf dem Wholesale Geschäft, in dessen Rahmen Telekommunikationsvorleistungen für Carrier und andere operative Segmente erbracht werden. Zudem umfasst das Segment den Geschäftsbereich „Technik“, der für den Netzausbau für Mobilfunk und Festnetze zuständig ist. 
Das Segment konnte die Umsätze gemessen am Vorjahr auf 21.886 Mio. € (Vorjahr: 21.700 Mio. € / +0,9%) steigern. Gemessen am Konzernumsatz macht Deutschland damit 25,5% und gemessen an der Regionalen Verteilung 30,5% aus. 

Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. T-Mobile US ist dort mittlerweile der zweitgrößte Anbieter, noch vor AT&T. Im Dezember 2019 hatte T-Mobile das erste landesweite 5G-Netz der USA in Betrieb genommen. Zudem Segment gehört nun auch der Zusammenschluss mit Sprint. T-Mobile US geht davon aus, durch den Zusammenschluss das landesweite 5G-Netz weiter auszubauen, innovativer zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. 
Das Segment ist mit einem Umsatz von 40.420 Mio. € (Vorjahr: 36.522 Mio. € / +10,7%) und mit einem Umsatz- als auch regionalen Anteil von 50,2% das wichtigste Segment. 

Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Festznetz- und Mobilfunkaktivitäten der Länder: Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen und vielen weiteren. Das Segment ist für einen Umsatz von 12.168 Mio. € (Vorjahr: 11.885 Mio. € / +2,4%) verantwortlich. Der Umsatzanteil liegt bei 14,7% und der Anteil nach Regionen bei 18,5%. 

Im Segment Systemgeschäft bietet die Telekom integrierte Produkt- und Lösungen von ICT-Dienstleistungen (Informations- und Kommunikationstechnik) für Geschäftskunden an. Mit Angeboten aus den Geschäftsfeldern Connectivity, Digital Solutions, Cloud & Infrastructure und Security sowie strategische Partnerschaften begleitet die Telekom Kunden in digitale Geschäftsmodelle. Insgesamt zehn Portfolio- Einheiten verantworten sowohl das klassisches IT- und Telekommunikationsgeschäft als auch die Wachstumsfelder (Public Cloud, Internet der Dinge (IoT), Digital Solutions inklusive Health, Security, SAP, Classified ICT und Road Charging). Das Segment ist für einen Umsatz von 6.805 Mio. € (Vorjahr: 6.936 Mio. € / 1,9%) verantwortlich. Der Umsatzanteil liegt bei 6,7%. 

Das operative Segment Group Development hat das Ziel, Einheiten bzw. Beteiligungen aktiv zu steuern und wertsteigernd zu entwickeln ohne die unternehmerische Freiheit einzuschränken. Das Segment ist für einen Umsatz von 2.797 Mio. € (Vorjahr: 2-185 Mio. € / +28,0%) verantwortlich. Der Umsatzanteil liegt bei 2,7%. 

Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Als Richtungs- und Impulsgeber definiert Group Headquarters die strategischen Vorgaben für den Konzern, stellt sicher, dass diese eingehalten werden und bearbeitet ausgewählte Projekte. Group Services erbringt hierbei die Leistungen als Dienstleister für den Konzern. Das Segment ist für einen Umsatz von 2.620 Mio. € (Vorjahr: 2.735 Mio. € / 4,2%) verantwortlich. Der Umsatzanteil liegt bei 0,2%. 


T-Mobile / Softbank

Deutsche Telekom Softbank T-Mobile 5G

Die Telekom hat sich Optionen gesichert, die Aktienmehrheit am US-Mobilfunkanbieter T-Mobile zu übernehmen. 
Die Softbank benötigt aufgrund von Fehlspekulationen in Bezug auf den Taxiersatzdienst „Uber“ und des Büroraum-Vermittlers „WeWork“ dringend Kapital. Daher verkauft die Softbank 198 Millionen Aktien von T-Mobile im Wert von rund 21 Milliarden Dollar (18,7 Mrd. €). Die Telekom erhält hierbei die Kaufoption für 101 Millionen Aktien, die bis Juni 2024 genutzt werden kann. Bei voller Ausübung der Option würde der Anteil der Deutschen Telekom an T-Mobile bei über 50% liegen. 

Der Kommunikationsdienstleister T-Mobile hatte nach 2 Jahren bangen endlich mit des US-Rivalen Sprint fusionieren dürften. Daraus entsteht ein neues Schwergewicht, dass Verizon und AT&T Konkurrenz machen wird. Im Zuge der Fusion erhielt die Softbank 24% am neu verschmolzenen Unternehmen, die mit einem geplanten Aktienverkauf auf rund 8% reduziert werden sollen. 


Innovation / Zukunft

Die Deutsche Telekom ist zudem sehr innovativ und Vorreiter von Netzwerklösungen und Produkten für die kommende 5G-Technologie sowie von Internet of Things „IoT“ Anwendungen. 

5G ist bis zu 100x so schnell wie LTE und bietet Datenübertragung in Echtzeit an, was speziell für autonomes Fahren sehr interessant wird. Schon jetzt versorgt die Telekom zahlreiche deutsche Städte mit dem ultraschnellen Mobilen Internet. Aktuell besitzen über 3.000 Städte und Gemeinden 5G. Die Telekom hat ihr Netz in den letzten Wochen weiter unter Hochdruck ausgebaut – so wurden 18.000 Antennen innerhalb von 5 Wochen für 5G fit gemacht und in das Live-Netz integriert – insgesamt sind es 30.000. Aktuell können 40 Millionen Menschen 5G nutzen. Bis Ende 2020 sollen es dann zwei Drittel sein.

Aktuell könnten aber auch Probleme beim 5G-Ausbau auf den Konzern zukommen. Die Verabschiedung des neuen IT-Sicherheitsgesetzes 2.0, das die Regeln für den Ausbau des 5G-Netzes enthält, wurde zuletzt auf die Zeit nach der Sommerpause des Bundestages verschoben. Grund dafür waren neben Verzögerungen durch die Covid-19 Krise auch Bedenken wegen des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei. Dieser wurde in den USA und Großbritannien vom Ausbau ausgeschlossen und gilt auch in der EU als sogenannter Hochrisikoanbieter. Die mangelnde Rechtssicherheit könnte folglich den Ausbau verzögern. 

Zudem ist die Deutsche Telekom mit ihren Produkten speziell in Bezug auf IoT sehr innovativ. Neben Lösungen für die Überwachung des Kindes mittels trackbarer Telefonie-Uhr oder für die Überwachung des Autos in Bezug aufs Abschleppen oder Beschädigungen bietet der Konzern viele weitere sinnvolle vernetzbare & innovative Alltagsgeräte Gerät an. Die Verbindung von mehreren Geräten ist mit hohem Aufwand verbunden. Mit dem gewöhnlichen Funknetz wären große industrielle Lösungen dieser Verbindung kaum möglich. Die Lösung stellt hierbei unter anderem eben der neue Mobilfunkstandard 5G. 

Abschließend bietet die Deutsche Telekom mit dem 5G Netz neue Tarifmöglichkeiten für das Handy und Heim, vernetze Städte, Industrielle Anwendungen (Autonomes Fahren, Car-to-Car-Kommunikation, IoT) und zugleich die passenden Produkte an.


Halbjahresmitteilung

Deutsche Telekom Halbjahresmitteilung

„Die deutsche Telekom stößt in neue Dimensionen vor“. So lautet die Überschrift der Quartalsmitteilungen des Unternehmens und diese ist auch nicht unberechtigt. Mit der Fusion von T-Mobile US stößt der Konzern in eine neue Dimension vor. Der Umsatz im zweiten Quartal legte um +37,5% auf 27 Mrd. Euro zu. Gleichzeitig wuchs der EBITDA um +49,6% auf 10 Mrd. € an. Der Konzernüberschuss ist mit 3,84% gemessen am Vorjahr rückläufig, beträgt aber noch immer 1.278 Mio. €. 

„Die Fusion in den USA ist für den Konzern ein historischer Werdegang“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. Das liegt auch daran, dass die neue T-Mobile in den USA zur Nummer zwei aufsteigt. Ende des 2. Quartals verfügt T-Mobile über 107,7 Millionen Kunden und hat damit +63,25% mehr als im Vorjahr. Aber nicht nur das: AT&T wurde nun überholt und der Konzern ist Nummer zwei auf dem US-Mobilfunkmarkt.

Die Prognosen für das Geschäftsjahr wurden ebenfalls erhöht. Statt der bisher erwarteten 25,5 Mrd. €, erwartet die Deutsche Telekom nun rund 34 Mrd. € an EBITDA. Der Free Cashflow wird 5,5 Mrd. € anstatt der bisherigen rund 8 Mrd. € betragen, was durch den Zusammenschluss mit Sprint und den damit einhergehenden Integrationskosten zurückzuführen ist.


Fazit

Deutsche Telekom Aktie Fazit

Allgemeine Bewertung:
Die Deutsche Telekom ist führender Telekommunikationsdienstleister in Europa mit einem sehr starken Kundennetz, wachsenden Marktanteilen und innovativen Technologielösungen wie 5G oder IoT. Durch die Verschmelzung von Sprint mit T-Mobile US stieg der Konzern auf Rang 2 des amerikanischen Marktes noch vor AT&T auf. Die Segment Betrachtung hat gezeigt, dass Amerika das Umsatzstärkste und schnellst anwachsende Segment ist. Im Hinblick auf die Profitabilität konnte der Umsatz, der EBITDA der Gewinn kontinuierlich gesteigert werden. Zudem verfügt der Konzern über eine hohe Nettoverschuldung von 76 Mrd. €, die im Verhältnis zum EBITDA im oberen Rahmen liegt. Der freie Cashflow des Konzerns ist außerordentlich hoch. Hierdurch ergibt sich die Sicherheit für die Dividende, die sehr aktionärsfreundlich, jedoch im Wachstum rückläufig ist. Die Telekommunikationsbranche ist ein hart umkämpfter Markt, jedoch auch eine sehr Zukunfts- und Krisensichere Branche. 

Bewertung der Aktie:
Diese ist aktuell leicht unterbewertet. Das aktuelle KGV liegt bei 18,6, wobei das historische KGV der letzten 5 Jahre bei 24,4 liegt. Die äußerst sichere Dividende hatte über die letzten Jahre einen durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 5 Cent, der zuletzt gekürzt wurde und allgemein Rückläufig ist. Die Dividende ist sehr gut durch den freien Cashflow gedeckt. Zudem ist die Dividende bis zum Verkauf der Aktie steuerfrei. Die T-Aktie hatte über die letzten Jahrzehnte keinerlei nennenswerte Ergebnisse geliefert. 

Abschließendes Fazit:
Das abschließende Fazit ist, dass die Telekom-Aktie für mich persönlich kein Kauf ist. Ich empfinde es jedoch auch wichtig, ein Unternehmen dieser Art im Portfolio zu haben, welches Stabilität und Ruhe reinbringt. Die Dividende ist sehr attraktiv, der Kursverlauf ist über die letzten Jahrzehnte relativ neutral – im Marktvergleich jedoch schwach. Ich sehe die Deutsche Telekom Aktie persönlich mehr als verbessertes Tagesgeldkonto an, welche je nach Anlagestrategie auch im Portfolio landen dürfte. Nur mit meiner Anlagestrategie ist die Aktie eben nicht vereinbar 🙂


Factsheet

Das Factsheet kannst Du Dir hier downloaden:

Zum Abschluss interessiert mich jetzt, ob du die Telekom Aktie im Depot oder auf der Watchlist hast. 😊 An der Stelle empfehle ich Dir nun im Börsen-ABC Dein Wissen zu erweitern und aufzufrischen oder weiter durch die Aktienanalysen zu stöbern. Sicher sind meine Empfehlungen für die Börse auch einen Blick wert. Damit kannst Du mich sogar unterstützen! 💙