Die Fresenius Aktienanalyse kannst Du Dir auch auf YouTube anschauen und am Ende des Beitrags das zugehörige Factsheet downloaden 😊


Kurzüberblick

Fresenius ist ein deutsches Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen mit Sitz im hessischen Bad Homburg. Das Unternehmen ist der größte Krankenhausbetreiber Deutschlands sowie im Pharma- und Gesundheitsdienstleistungsbereich tätig. Fresenius wurde 1912 gegründet und ist seit März 2009 im DAX vertreten. Vorstandvorsitzender Stefan Sturm. Knapp 300.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2019 einen Umsatz von 35,5 Mrd. €, was einem Anstieg von 5,9% zum Vorjahr entspricht. Auch der Gewinn steigerte sich um 2,3% auf 1,9 Mrd. Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von 24,9 Mrd. liegt Fresenius auf Rang 19 im Dax. 


Kursverlauf

Schauen wir zunächst auf den Kursverlauf der letzten 5 Jahre, sehen wir seit Mitte 2017 einen Negativtrend, der durch die Coronakrise am 19.03 seinen Tiefpunkt mit 24,25€ erreicht hat. Den aktuellen Kurs kannst Du aus dem Chart entnehmen. Setzt man diesen zum Zeitpunkt der Analyse (45,31€) in Relation von vor 5 Jahren, entspricht dies einem Kurszuwachs von -12,8%. Zwischen Hoch und Tief liegen 230,2%.


Profitabilität

Fresenius Aktie Aktienanalyse Profitabilität

Schauen wir auf den Umsatz, den Gewinn und die Marge sehen wir, dass die Geschäftsentwicklung nicht für den Kurs verantwortlich ist. Mit einem Umsatzzuwachs von 26,9% von 28 Mrd. auf 35,5 Mrd. hat sich Fresenius gut entwickelt. Die Entwicklung entspricht einem jährlichen durchschnittlichen Zuwachs von 4,88%. Der Gewinn stieg mit 33,36% noch besser als der Umsatz an und liegt 2019 bei 1,9 Mrd. Euro. Hier liegt der jährliche Zuwachs bei knappen 6%. Interessant empfinde ich immer die Marge, die sich Gewinn durch Umsatz errechnet. Bei Fresenius liegt diese bei durchschnittlich 5,35%.


Dividende

Fresenius Aktie Aktienanalyse Dividende

Dividende
Schauen wir uns nun die Dividende an sehen wir, dass diese kontinuierlich gesteigert wurde und 2019 eine Dividende je Aktie von 84 Cent vorgeschlagen ist. Über den Zeitraum liegt die Dividendenrendite bei 1,27% und die Ausschüttungsquote bei 22,72%. Das ist auch meiner Sicht unterste Grenze und wirkt eher als nette Gäste anstatt einer Aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik. Wer also auf einen Cashflow setzt, der findet bessere Aktien, jedoch ist eine nicht gezahlte Dividende auch keine Entnahme aus dem Unternehmen, was für eine bessere Weiterentwicklung sorgen sollte. Auch der starke Dividendenwachstum ist zu berücksichtigen, der im Durchschnitt bei 14% liegt.

Finanzierung
Schauen wir nun auf die Dividendenfinanzierung. Hierfür setze ich den Cashflow der Ausschüttungssumme ins Verhältnis.
Ein Blick auf den freien Cashflow verrät uns jedoch, dass zumindest 2015 – 2018 die Quote bei lediglich 16 – 26% lag und die Dividende damit als sehr sicher anzusehen ist. Im Jahr 2019 lag die Quote bei 43,3% was vorrangig auf einen niedrigeren freien Cashflow zurückzuführen ist. Die Dividende von 84 Cent für 2019 ist aktuell noch vorläufig.

Noch interessant für die Dividendenliebhaber:
Die Ausschüttung findet 3 Tage nach der Hauptversammlung statt, an der auch das EX-Datum liegt. Die HV war für Mai geplant, wurde jedoch aufgrund der Coronakrise verschoben. Aktuell gibt es noch keinen neuen Termin.


Bilanz

Fresenius Aktie Aktienanalyse Bilanz

Kapitalverteilung
Schauen wir nun auf die Kapitalverteilung. Die Balken widerspiegeln die Verteilung von Eigenkapital in Hellblau und Fremdkapital in Dunkelblau dargestellt.  Beide Werte zusammen ergeben die Bilanzsumme, die von 2015 an kontinuierlich ansteigt. Die Eigenkapitalquote liegt im Schnitt bei 43%.

Fresenius Aktie Aktienanalyse Verschuldung

Verschuldung
Interessanter ist die Verschuldung. Dafür werfe ich einen Blick auf die Bilanzsumme und unterteile diese im Eigenkapital mit 26,8 Mrd., 21,2 Mrd. Schulden und 13,1 Mrd. nichtzinstragendem Fremdkapital. In Grün dargestellt sind die liquiden Mittel, die sich auf 1654 Millionen Euro belaufen. Mit diesen Werten sind wir in der Lage, die Nettoverschuldung zu berechnen, die sich aus den Schulden abzüglich der liquiden Mittel errechnet. Die Nettoverschuldung beläuft sich also auf 19.579 Millionen Euro.

Verschuldungsgrad
Um das besser einschätzen zu können, teilen wir die Nettoverschuldung noch durch den EBITDA, der bei 6.170 Millionen liegt und erhalten dadurch den Verschuldungsgrad. Dieser liegt bei 317,3%. Das bedeutet, dass 3,2-fache der jährlichen Ertragskraft ist notwendig, um die Schulden zu tilgen. Meine persönliche Grenze liegt bei 250%.
Für 2020 ist eine Verschuldungsgrad von 3 – 3,5 angestrebt. Über den 5 Jahreszeitraum stieg dieser jedoch von 2,3 an und liegt im Durchschnitt bei 2,7.  Die Verschuldung ist jedoch zu Begründungen. Dafür schauen wir auf die Entwicklung des Verschuldungsgrads. Dieser ist im Bereich über 3 lediglich durch Akquisitionen, die der Konzern tätigt. So zuletzt im Jahr 2019 die Medical Stage Übernahme. Neben der Begründung der höheren Verschuldung sehen wir auch, dass sobald eine Übernahme abgeschlossen ist, die nächste eingeleitet wird.


Aktie

Aktienkennzahlen
Bitte selber entnehmen 😀
Falls Du nicht mit allen Kennzahlen was anfangen kannst, lies Dich gerne im Börsen-ABC ein.

Aktionärsstruktur
Der größte Einzelaktionär ist die Else Kroner-Fresenius-Stiftung mit 27%. Die Restlichen 73% sind im freien Besitz, wobei jedoch nur 5% Privatanleger sind. 62% der Aktien befinden sich in Händen von Institutionellen Investoren, wobei hier die Allianz Investors GmbH mit 5% den größten Posten ausmacht. 
Schauen wir noch auf die Region der Aktionäre sehen wir, dass 44% in Deutschland gehalten werden. Gefolgt von 17% Amerikanern und 10% Britten. 20% liegen in Europa und 3% in anderen Regionen der Welt.


Segment Analyse

Fresenius Aktie Aktienanalyse Segment

Segment
Nun schauen wir uns die Segmente von Fresenius an, die sich Hauptsächlich in 4 Teile untergliedern. Medical Care, Kabi, Helios und Vamed.
Medical Care führt hier mit 17,3 Mrd. und einer Umsatzsteigerung von 8,1% zum Vorjahr die Liste an. Der Fresenius-Konzern besitzt 32% Anteile an der Fresenius Medical Care AG, die ebenfalls ein DAX-Konzern ist. Das Segment umfasst Dienstleistungen und Produkte für Menschen mit chronischem Nierenversagen. Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen hier Dialysatoren und Dialysegeräte. Darüber hinaus erbringt Medical Care im Bereich Versorgungsmanagement zusätzliche Dienstleistungen rund um die medizinische Versorgung von Patienten.
Mit Fresenius Helios wurden 9,2 Mrd. Umsatz erwirtschaftet, was einem Umsatzzuwachs von 2,7% entspricht. Der Fresenius Konzern hält hier 100% an Helios, welches Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit 133 Krankenhäusern und über 500 weiteren Medizinischen Einrichtungen ist.
Das Segment Kabi, welches mit 6.9 Mrd. für den letzten Signifikanten Posten verantwortlich ist umfasst Arzneimittel sowie klinische Ernährung als auch Infusionstherapie. Außerdem bietet Kabi medizinische Geräte und Produkte für die Transfusionstherapie an.
Der  vierte Posten Vamed ist mit 2,2 Mrd. zwar auf dem letzten Rang, legte dafür aber um 30,7% zum Vorjahr zu. Das Leistungsspektrum umfasst die komplette Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und der schlüsselfertigen Einrichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management sowie zur Gesamtbetriebsführung. In diesem Segment ist der Konzern zu 77% beteiligt.

Region
In Europa werden knapp vor Amerika die größten Umsätze von 15.2 Mrd. erzielt. Im Vergleich zu 2018 entspricht das einem Anstieg von 4,8%. Nordamerika ist für den zweitgrößten Umsatz mit 14,7 Mrd. verantwortlich, konnte im Vergleich zu Europa jedoch seinen Umsatz mit 9,9% doppelt so gut steigern. Der Raum Asien-Pazifik ist für 3,7 Mrd. und Lateinamerika für 1,5 Mrd. Umsatz verantwortlich. Beide Segmente legten ca. 11% zum Vorjahr zu. Lediglich die kleinste Umsatzregion – Afrika verringerte den Umsatz auf 411 Millionen um -4,9%.

Beurteilung
Die Segmentbeurteilung lässt also den Schluss zu, dass sich der Fresenius-Konzern hinsichtlich der Segmente bzw. Beteiligungen an den einzelnen Unternehmen sehr solide und diversifiziert aufgestellt hat. Das Hauptgeschäftsmodell ist nun mal die Erkrankung von Menschen. So zeigt die geografische Aufstellung, dass auch hinsichtlich der Kontinente breit, jedoch mit Schwerpunkt auf Europa und Amerika diversifiziert wurde, um unterschiedliche Völkerbedingte Erkrankungen behandeln zu können.


Peer Group Vergleich

Fresenius Aktie Aktienanalyse Peer Group Vergleich

Kommen wir nun zum Peer Group Vergleich. Hierfür habe ich Fresenius, Medtronic, Siemens Healthineers und Baxter International ausgewählt, die alle samt in der Medizintechnik ansässig sind.

Profitabilität
Zuerst ein Blick auf die Profitabilität: in blauen Balken ist der Umsatz, in grünen der EBIT und in orangener Linie die Umsatzsteigerung von 2015 zu 2019 dargestellt. Führend ist hier Fresenius mit einem Umsatz von 35,5 Mrd., gefolgt von Medtronic mit 27,3 Mrd. sowie Siemens und Baxter. Interessanter ist jedoch aus meiner Sicht die Entwicklung des Umsatzes von 2015 zu 2019, wie im Diagramm in der orangenen Linie zu sehen. Fresenius liegt mit starken 27% nur auf Rang 2. Medtronic konnte seinen Umsatz um 51% steigern, wohingegen Siemens als auch Baxter auf lediglich 12-14 % kommen.

Gewinnmarge
Schauen wir auf die Gewinnmarge, die sich aus EBIT durch Umsatz errechnet sehen wir, dass Fresenius auf dem letzten Rang liegt. Siemens und Baxter sind mit rund 16% gleich auf. Die beste Marge erwirtschaftet Medtronic mit starken 23,2%.

Dividendenrendite
Bei der
Dividendenrendite liegen Medtronic und Siemens mit 2,2% beinahe gleichauf, gefolgt von Fresenius mit 1,67% und Baxter mit einer Rendite von nur einem Prozent. 

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Schauen wir auf das KGV sehen wir, dass Fresenius mit einem Wert von 14,8 am niedrigsten Bewertet zu sein scheint. Gefolgt von Siemens mit 23, Medtronic mit 28 und Baxter mit einem KGV von 43. 

Kursverlauf
Zuletzt der Blick auf die 1-Jahres-Performance. Fresenius als auch Medtronic sind hier noch mit rund -5 bis -6% negativ und Baxter ist mit 3,3% im Plus. Bei den Investoren am beliebtesten war ganz klar Siemens mit einem Kurszuwachs von knapp 17%.

Fazit
Rein aus den Werten dieses Vergleichs, ohne die Konkurrenten Fundamental näher untersucht zu haben, empfinde ich Medtronic als auch Fresenius am spannendsten, wobei ich Medtronic hier favorisieren würde aufgrund des starken Umsatzzuwachses sowie der starken Marge.


Quartalsmitteilung

Für das erste Quartal 2020 hat Fresenius folgende Mitteilung gegeben:
Der Bereich Medial Care hatte einen starken Umsatzzuwachs von 9% zu Q1 2019. Durch das Gesetz zur wirtschaftlichen Entlastung der Krankenhäuser wird Helios Deutschland zusätzlich unterstützt. Das Segment Vamed legte um 13% zu, wird jedoch durch Covid-19 negativ beeinflusst. Der Ausblick für 2020 wird bleibt ohne Berücksichtigung des negativen Effekts von Covid-19 bestehen. Eine Aktualisierung wird zur Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse im Juli/August erwartet. Der Fresenius-Konzern ist jedoch weiterhin in einer soliden Finanzposition. Zuletzt wurde die für Mai geplante Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit verschoben. Dahingehend steht auch noch die aktuelle vorgeschlagene Dividende von 84 Cent im Raum.


Ziele

Ziel von Fresenius ist es, die Position als global führender Anbieter von Produkten und Therapien für schwer und chronisch kranke Menschen auszubauen. Der Fokus liegt dabei auf den 4 Unternehmensbereichen, die wir zuvor in der Segmentbetrachtung analysiert hatten. So hat Fresenius strategische Prioritäten definiert, um das Ziel zu erreichen.  Zum einen: Megatrends nutzen. Eine Klare Ausrichtung der Segmente auf die Trends Gesundheit und Demografie. Zum anderen: Werte schaffen durch nachhaltige Allokation von Kapital in Profitable Wachstumsbereiche. Als auch ein Verantwortungsbewusstes Handeln und das damit einhergehende Bekenntnis zu rechtlicher und ethischer Verantwortung als Unternehmen sowie die Zusammenarbeit konzernintern fördern zur Nutzung von Synergien.

Diese Prioritäten sollen durch 5 wesentliche Kernkompetenzen erreicht werden:
Höchste Qualität der Produkte, Dienstleistungen und Therapien zum Wohle der Patienten.
Innovation voranzutreiben, um die starke Position im Technologiebereich zu verbessern sowie die kosteneffektiven Herstellungsprozesse weiterauszubauen. So hat Fresenius 2019 die Position in der Heimdialyse durch die Übernahme des US-Amerikanischen Medizintechnik- und Dienstleistungsunternehmens NxStage gestärkt und dem Unternehmen so zum Aufstieg zum Weltmarktführer verholfen.
Zudem soll die Profitabilität durch Konzerninterne Zusammenarbeit kontinuierlich erhöht werden. Um die Kosten zu senken, wird insbesondere die Effizienz in der Produktion gesteigert, Skaleneffekte genutzt, das Marketing- und Vertriebsinfrastruktur verbessert und die Kosten strenger kontrolliert.
Der Ausbau der weltweiten Präsenz soll nicht nur organisch funktionieren sondern hier sind weiterhin Akquisitionen geplant, die das bestehende Portfolio ergänzen sollen.
Zuletzt wird auch auf die Mitarbeiter wert gelegt, die Maßgeblich für den Erfolg verantwortlich sind. So wird an Recruiting-Events und Karrieremessen teilgenommen, um neue Talente zu gewinnen.


SWOT Analyse

Fresenius Aktie Aktienanalyse SWOT

Stärken:
Stärken sehe ich im soliden Wachstum sowie in der starken Marktstellung in Europa als auch in Nordamerika. Durch die gute Diversifikation hinsichtlich der Produkte als auch geografischer Standorte wird das Wachstum weiter vorangetrieben. Die Expansionsstrategie als auch die Umsetzung finde ich als sehr gelungen und zeugt für mich von einem gut geführten Konzern durch ein starkes Management.

Schwächen:
Schwächen sehe ich in hohen Forschungsausgaben, die jedoch notwendig sind, um die neuen Technologien, die der Gesundheitsmarkt bietet, nicht zu verpassen und dadurch konkurrenzfähig zu bleiben. Eine weitere Herausforderung, die der Konzern ausgesetzt ist, ist der Spalt zwischen Wohl des Patienten und der Entwicklung des Umsatzes. Das Geschäftsmodell ist nun mal so ausgelegt, dass durch Krankheiten Geld verdient wird.

Chancen:
Chancen sehe ich in den hohen Markt-Eintrittsbarrieren für Konkurrenten. So ist es nicht möglich unkompliziert Krankenhäuser hochzuziehen oder in die Medizintechnik einzusteigen. Auch die Wachsende und älter werdende Bevölkerung ist für das Geschäftsmodell und Fresenius eine gute Chance, genauso wie neue Technologien in einer – sich immer weiter entwickelnden Branche – dem Gesundheitssektor.

Risiken:
Risiken sind natürlich politische Maßnahmen entgegen der Privatisierung von Krankenhäusern sowie ein öffentlicher Druck, Sozialismus und 100%iges wohl der Patienten ohne Kapitalistische Absichten zu erzwingen.


Fazit

Fresenius Aktie Aktienanalyse Fazit

Allgemeine Bewertung:
Fresenius ist ein solider Konzern mit starken Umsatzzuwächsen von 27% über den 5 Jahreszeitraum und einer guten Segment- als auch geografischen Diversifikation in einer zukunftsfähigen Branche. Es gibt eine klare Zielsetzung und einen detaillierten Ablaufplan, wie diese erreicht werden sollen. Die strategisch sinnvollen Akquisitionen über die letzten Jahrzehnte sowie zuletzt die Übernahme des Softwareentwicklers DGG, für eine digitale Plattform der Patienten, zeugt für ein spitzen Management mit guten Führungsqualitäten.  Die Expansionsstrategie scheint hinsichtlich der Segment- sowie regionalen Umsatzzuwächen zu funktionieren. Die erhöhte Nettofinanzverschuldung ist jederzeit begründet gewesen. Aktuell ist die Hauptversammlung sowie eine Prognose für das Geschäftsjahr aufgrund er Coronakrise verschoben. Auch sehe ich in der Coronakrise keinen Umsatzanschub für das Geschäft, weil kostenintensive Behandlungen aufgrund der Corona-Patienten verschoben wurden.

Bewertung der Aktie:
Diese ist fundamental aktuell leicht unterbewertet. Das langfristige Gewinnwachstum wird auf 9,5% geschätzt. Das KGV liegt aktuell bei niedrigen 13,2, wobei das KGV über den 5-Jahres-Durchschnitt bei 19,77 liegt. Die letzten 5 Jahre steigerte sich die Dividende um 14% jährlich. Nimmt man für die perspektivischen 5 Jahre davon die Hälfte, also 7% entspräche das einer Dividende von 1,18€. Zum Aktuellen Kurs von 45€ ist das dann eine Dividendenrendite von 2,6%, die aufgrund des freien Cashflows und der niedrigen Ausschüttungsquote sehr gut finanzierbar ist. Zu beachten ist der Abwärtstrend seit Mitte 2017, der fundamental nicht zu begründen ist. Folglich ist hier ein Turnaround möglich.

Abschließendes Fazit:
Abschließend ist die Fresenius-Aktie aktuell einen Kauf wert.


Factsheet

Das Factsheet kannst Du Dir hier downloaden:

Zum Abschluss interessiert mich jetzt, ob du Fresenius im Depot oder auf der Watchlist hast. 😊 An der Stelle empfehle ich Dir nun im Börsen-ABC Dein Wissen zu erweitern und aufzufrischen oder weiter durch die Aktienanalysen zu stöbern. Sicher sind meine Empfehlungen für die Börse auch einen Blick wert. Damit kannst Du mich sogar unterstützen! 💙