Die Merck Aktienanalyse kannst Du Dir auch auf YouTube anschauen und am Ende des Beitrags das zugehörige Factsheet downloaden 😊


Kurzüberblick

Merck mit Hauptsitz in Darmstadt, Deutschland wurde 1668 gegründet und ist in der Chemie- und Pharmaindustrie tätig. Die deutsche „Merck KGaA“ und die US-Amerikanische „Merck & Co“ sind zwei unabhängige Unternehmen. Infolge des ersten Weltkrieges wurden beide Unternehmen, die auf die deutsche Industriellen-Familie Merck zurückzuführen sind, gespalten. Von über 57.000 Mitarbeitern ist Stefan Oschmann der Vorstandsvorsitzende. Mit einer Marktkapitalisierung von 13,8 Milliarden Euro ist Merck im DAX vertreten. Der Umsatz im Jahr 2019 beläuft sich auf 16.152 Millionen Euro und steigerte sich damit um 8,9% zum Vorjahr. Der Gewinn hingegen, der bei 1.324 Millionen Euro liegt, liegt -61% unter dem Gewinn von 2018. 


Kursverlauf

Schauen wir uns den Kursverlauf im 5-Jahreszeitraum an. Die Steigerung im gesamten Betrachtungszeitraum liegt bei lediglich 17,88%. Der Höhepunkt wurde kurz vor der Coronakrise am 20.02.2020 bei 125,95€ erreicht. Der niedrigste Kurs liegt am 11.02.2016 bei 70,68€. Zwischen Tief und Hohe liegen dementsprechend 78,20%. Der Kursverlauf ist positiv, jedoch nicht exorbitant. Die Merck Aktie bringt Stabilität ins Depot. 


Profitabilität

Merck Aktie Aktienanalyse Profitabilität

Schauen wir auf den Umsatz, den Gewinn und die Marge. Der Umsatz 2015 von 12.845 Millionen Euro steigerte sich bis 2019 auf16.152 Millionen Euro. Dies entspricht einer Zuwachs von 25,75%, wobei der jährliche durchschnittliche Zuwachs bei 4,69% liegt. Der Gewinn schaut ähnlich neutral aus, wobei speziell in den jähren 2017 mit 2.615 Millionen Euro und 2018 mit 3.396 Millionen Euro die größten Gewinne erzielt wurden. Der Gewinn im Jahr 2019 liegt bei 1.324 Millionen Euro und damit 17,79% höher als 2015 und -61% niedriger als 2018. 
Die Gewinnmarge liegt in den Jahren 2015 und 2019 bei guten 8+%, wobei diese im Jahr 2018 bei 22,89% lag. Hier ist die Betrachtung der durchschnittlichen Marge von 13,74% sinnvoll.

Im Allgemeinen wirtschaftete Merck seit 2015 an sehr solide und Profitabel, wobei das Jahr 2019 im Hinblick auf den Gewinn deutlich unter den Vorjahren und auf gleichem Niveau von 2015 liegt.


Dividende

Merck Aktie Aktienanalyse Dividende

Dividende
Schauen wir nun auf die Dividende sehen wir, dass diese 2015 bei 1,05€ liegt und bis 2019 auf 1,30€ angestiegen ist. Über den 5-Jahreszeitraum ergibt sich dadurch ein durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum von 5,49%. Die Ausschüttungsquote lag 2015 und 2019 bei ca. 42%, wobei diese in den Jahren 2017 und 2018 aufgrund der hohen Gewinne bei nur 16% – 20% lag. Im Durchschnitt ergibt sich so eine Ausschüttungsquote von gesunden und aktionärsfreundlichen 30,55%. Setzt man den Aktienkurs der Dividende ins Verhält, ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von lediglich 1,28%.

Finanzierung
Schauen wir nun auf die Dividendenfinanzierung. Hierfür setze ich den Cashflow der Ausschüttungssumme ins Verhältnis. Über den gesamten Zeitraum liegt die Quote bei nur 4,7 – 6,5% was sehr gesund aussieht. Mit einem derartig hohen Cashflow im Vergleich zur Ausschüttungssumme ist die Dividende als sehr sicher anzusehen und bietet die Möglichkeiten für eine Steigerung. 


Bilanz

Merck Aktie Aktienanalyse Bilanz

Kapitalverteilung
Schauen wir nun auf die Kapitalverteilung. Die Balken widerspiegeln die Verteilung von Eigenkapital in hellblau und Fremdkapital in dunkelblau dargestellt.  Beide Werte zusammen ergeben die Bilanzsumme, die im gesamten Zeitraum stabil ist. Im Jahr 2017 war sie mit 35.621 Millionen Euro am niedrigsten, was auf eine Reduktion des Fremdkapitals zurückzuführen ist. Im Jahr 2019 liegt die Bilanzsumme mit 43.811 Millionen Euro am höchsten, was durch einen Zuwachs des Fremdkapitals von 5 Milliarden Euro zu begründen ist.
Die Eigenkapitalquote liegt im Jahr 2019 zuletzt bei 40,9%.

Verschuldung
Interessanter ist die Verschuldung. Dafür werfe ich einen Blick auf die Bilanzsumme und unterteile diese im Eigenkapital mit 12.855 Mil., 13.194 Mil. Schulden und 17.762 Mil. nichtzinstragendem Fremdkapital. In Grün dargestellt sind die liquiden Mittel, die sich auf 831 Millionen Euro belaufen. Mit diesen Werten sind wir in der Lage, die Nettoverschuldung zu berechnen, die sich aus den Schulden abzüglich der liquiden Mittel errechnet. Die Nettoverschuldung beläuft sich also auf 12.363 Millionen Euro. 

Verschuldungsgrad
Um das besser einschätzen zu können, teilen wir die Nettoverschuldung
 noch durch den EBITDA, der bei 4.066 Mil Euro. liegt und erhalten dadurch den Verschuldungsgrad. Dieser liegt bei 304,1%. Das bedeutet, dass 3-fache der jährlichen Ertragskraft ist notwendig, um die Schulden zu tilgen. Die Hohe Verschuldung begründet sich durch die Übernahme der Unternehmen „Intermolecular“ und „Versum Materials“. 


Aktie

Merck Aktie Aktienanalyse Aktie

Aktienkennzahlen
Bitte selber entnehmen 😀
Falls Du nicht mit allen Kennzahlen was anfangen kannst, lies Dich gerne im Börsen-ABC ein.

Aktionärsstruktur
100% der Aktien befinden sich im freien Besitz. Es gibt keine signifikanten überproportionalen Einzelaktionäre. Der größte Institutionelle Investor ist BlackRock mit 5-10%. 

Interessant empfinde ich die Aktionärsstruktur nach Region. So wird der größte Anteil der Aktien mit 35% in den USA gehalten, gefolgt von German Retail mit 15%, Großbritannien mit 13% und Deutschland mit 11%. In weiteren Ländern Europas werden 19% der Aktien gehalten. Die restlichen 8% verteilen sich auf die gesamte Welt.


Segment Analyse

Merck Aktie Aktienanalyse Segment

Segment

Die Segmente der Merck Group unterteilen sich in drei Hauptschwerpunkte:
 Healthcare, Life-Science und Performance Materials

Doch schauen wir zuerst auf den Healthcare Bereich, der zum Vorjahr um 11% auf 6,86 Mrd. Umsatz anstieg. Der Bereich umfasst die beiden Geschäftsbereiche Biopharma und Allergopharma.
Im Bereich Biopharma erforscht, entwickelt, produziert und vermarket Merck innovative verschreibungspflichtige Medizin zur Behandlung von Krebserkrankungen, Unfruchtbarkeit, Wachstumsstörungen sowie Herz-Kreislauf und Stoffwechselerkrankungen. Biopharma ist innerhalb von Healthcare der größte Geschäftsbereich und für vier Geschäftseinheiten tätig: der Onkologie, Neurologie & Immunologie, Generelle Medizin sowie Endokrinologie.
Mit dem zweiten Bereich bei Healthcare, also Allergopharma ist man eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet Immuntherapie. In diesem Bereich wird ein eine umfassende Diagnostiklösung als Grundlage für eine wirksame Allergietherapie geboten. Schwerpunkte sind allergisches Asthma. Also hypoallergene standardisierte Präparate für eine Pollen- und Hausstaubmilben-Allergie sowie ein breites Spektrum an Allergietests.

Kommen wir nun zum Segment Life Science. Mit den Geschäftseinheiten Research, Process und Applied Solution ist Merck führender globaler Anbieter von Tools, hochwertigen Chemikalien und Ausrüstungen für Forschungslabore, Biotech- und Biopharmahersteller sowie für die Industrie. Das Produktportfolio umfasst mehr als 300.000 Produkte, zu denen Laborwassersysteme und Komplettsysteme für die gesamte biotechnologische Prozesskette gehören. Hier besitzt Merck eine eigene E-Commerce Plattform die Kunden weltweit Zugang zu den Produkten bietet. Um die Reichweite nochmal auszudehnen wurde 2019 als erstes Unternehmen der Branche ein offizieller Flaggschiff-Store auf Alibabas „1688.com“ in China eröffnet. Der Shop ermöglicht chinesischen Kunden einen einfachen Zugang zu den Produkten. Das Life Science Segment stieg um 7,5% auf 6,7 Milliarden an.

Unter dem letzten Segment – Performance Materials versteht man hauptsächlich das Spezielchemikaliengeschäft, welches aus drei Hauptbereichen besteht, Semiconductor Solutions, Display Solution und Surface Solution. Vergleicht man diese Bereiche mit einem Smartphone, dann steht Display Solution für das Nutzer-Interface, Semiconductor für die Intelligenz und Surface Solution für die Ästhetik. Hier werden innovative Lösungen für die Elektrotechnikbranche geboten, beispielsweise Mikrochips und Displays sowie Oberflächen aller Art. Das Segment Performance Materials stieg um 7,0% auf 2,574 Milliarden Euro an.

Region
Schauen wir zusätzlich auf die Umsatzverteilung nach Region. Der größte Zuwachs als auch Umsatz wird mit +12,8% und 5.559 Millionen Euro im Raum Asien/Pazifik erreicht. Europa ist mit einem Zuwachs von 3,9% und einem Absatz von 4.735 Millionen Euro relativ neutral zum Vorjahr geblieben. Den letzten signifikanten Posten macht Nordamerika mit 4.214 Millionen Euro und +10,4% zum Vorjahr aus. 

Beurteilung
Die Segmentbeurteilung lässt also den Schluss zu, dass sich Merck hinsichtlich der 3-Kernsegmente sowie der geografischen Lage sehr gut diversifiziert hat. Die Hauptgeschäftsbereiche sind Life Science sowie Healthcare, die sich zum Vorjahr sehr gut steigern konnten. So zeigt auch die geografische Betrachtung, dass im Raum Asien/Pazifik, Nordamerika sowie Europa die größten Umsätze mit guten Zuwächsen erzielt wurden. 


Peer Group Vergleich

Merck Aktie Aktienanalyse Vergleich

Kommen wir nun zum Peer-Group-Vergleich. Hierfür habe ich Johnson & Johnson, Bayer, Novartis und Merck ausgewählt, die allesamt im Bereich Medizin/Pharma tätig sind.  

Profitabilität
Zuerst ein Blick auf die Profitabilität, in blauem Balken ist der Umsatz, in grünem der EBIT und in orangener Linie die Umsatzsteigerung von 2015 zu 2019 dargestellt. Führend ist hier John & Johnson mit einem Umsatz von 73,3 Mrd. Euro. Gefolgt von Novartis und Bayer mit rund 44 Mrd. Euro und an letzter Stelle Merck mit einem Umsatz von 16,1 Mrd. Euro. Interessanter ist jedoch aus meiner Sicht die Entwicklung des Umsatzes von 2015 zu 2019 – wie im Diagramm in der orangenen Linie zu sehen. Hier ist Bayer mit einem Umsatzrückgang von 6% auf dem letzten Platz, gefolgt von Novartis mit -1%. J&J konnte seinen Umsatz um 17% steigern und liegt damit auf Rang 2. Den besten Umsatzzuwachs verzeichnet Merck mit 26%.

Gewinnmarge
Schauen wir auf die Gewinnmarge, die sich aus EBIT durch Umsatz errechnet. Die beste Marge erwirtschaftet Johnson & Johnson mit 26,2%, gefolgt von Novartis mit 21,2%. Die Deutschen, also Merck mit 12,4% und Bayer auf dem letzten Rang mit einer Marge von 10,4% können da nicht mithalten.

Dividendenrendite
Bei der
Dividendenrendite von 3,85% liegt Bayer vorne. Gefolgt von Novartis mit 2,95% und J&J mit 2,57%. Merck liegt mit 1,23% hier auf dem letzten Rang.

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Schauen wir auf das
KGV sehen wir, dass Bayer mit einem Wert von 17,5 am niedrigsten Bewertet zu sein scheint. Johnson & Johnson kommt auf einen Wert von 26. Merck wird zum 34,7-fachen des Gewinns gehandelt. An der Stelle macht es Sinn, sich an die -61% Gewinnrückgang zu erinner. Dementsprechend lag das KGV die Vorjahre deutlich niedriger. 

 Kursverlauf
Im Bereich der 1-Jahres-Performance des Kurses hat Bayer jedoch am besten abgeschnitten. Hier liegt der Zuwachs bei 24,76%. Merk hat einen Kurszuwachs von 9,58% und J&J sowie Novartis liegen aktuell bei -1%.

Fazit
Rein aus den Werten dieses Vergleichs, ohne die Unternehmen Fundamental näher untersucht zu haben, sind die Favoriten hier J&J sowie Bayer. Die beste Geschäftsentwicklung legte Merck hin, wobei es ebenfalls von J&J beachtlich ist, bei einem solch hohen Umsatz, diesen noch derart weitersteigern zu können. Die Beste Gewinnmarge liegt bei J&J. Die höchste Dividende bei Bayer und das niedrigste KGV liegt ebenfalls bei Bayer. Auch die 1-Jahres-Performance war bei Bayer am besten.
 


Quartalsmitteilung

Merck Aktie Aktienanalyse SWOT

Für das erste Quartal 2020 gab Merck folgendes bekannt:

Das erste Quartal war sehr stark und hatte kaum einen Einfluss durch die Covid-19 Pandemie erlaubt. In dem Kommentaren Quartal wird mit einem Einfluss speziell im Bereich Life Science und Halthcare gerechnet. 
Der Ausblick für 2020 wurde bestätigt. Der Umsatz soll sich auf 16,8 – 17,8 Milliarden Euro steigern, was gemessen am aktuellen Umsatz einem Zuwachs von +10,2% entspräche. 
Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 steigerte sich der Umsatz um 16,7% und der EBITDA um 34,6%.


5 Gründe für Merck

Besonders interessant finde ich noch, dass Merck selber 5 gründe angibt, warum es gut ist, in die Aktie zu investieren. Diese möchte ich eben vorstellen.

Grund Nummer 1: Profitables Wachstum
Das unternehmerische Potenzial wird stetig weiterentwickelt, um die neuen Möglichkeiten, die die Märkte bieten optimal zu nutzen. Es wird auf qualitatives Wachstum gesetzt, bei dem der Umsatz schneller steigt als die Kosten. Die Wachstumsmöglichkeiten sind das Ergebnis von Innovation und Akquisition, die durch Präsenz in wichtigsten Märkten gestärkt wird.

Grund Nummer 2: Diversifizierungs- und Risikomanagement
Durch die drei Hauptgeschäftsbereiche ist das Produktportfolio gut diversifiziert. In allen drei Bereichen besitzt Merck das Wissen und die erforderliche Erfahrung, um Kunden bahnbrechende Technologien anzubieten und neue Produkte zu entwickeln, die die Lebensqualität verbessern. Gleichzeitig erlaubt die Diversifikation der Unternehmensbereiche das unternehmerische Risiko zu verteilen.

Grund Nummer 3: Attraktive Märkte
Die Produkte und Märkte sind äußerst profitabel. So bieten sie Margen von 30% und mehr, die sich aus einer führenden Position in einer wachsenden Industrie und in attraktiveren Märkten ergeben. Merck setzt verstärkt auf Nischenmärkte und die Entwicklung von Spezialprodukten – zusammen mit der Strategie, Innovation zu fördern und das Geschäftsmodell nachhaltig und konkurrenzfähig zu machen.

Grund Nummer 4: Innovationsstärke
Die Marktpräsenz von Merck zeichnet sich durch wegweisende Innovation in Forschung und Entwicklung, Know-how in der Herstellung und große Kundennähe aus. Merck glaubt, dass offene Prozesse, Kooperationen, Allianzen und Partnerschaften die Voraussetzung für innovatives Denken schaffen.

Grund Nummer 5: Transparenz und Erfolgsbeteiligung
Die Dividendenpolitik ist ein Schlüsselfaktor in der Beziehung zu den Kapitalmärkten. Merck verpflichtet sich zu Transparenz, was Best-Practice-Reporting über die Nachhaltigkeit und Unternehmensführung bedeutet.
Bezüglich der Transparenz muss ich tatsächlich ein Lob aussprechen, sämtliche Informationen sind auf der Website von Merck zu finden und mit einem sehr guten Wissensgehalt gefüllt.


SWOT Analyse

Stärken:
Stärken sehe ich im guten Umsatzzuwachs als auch darin, dass es sich bei mehr um ein Unternehmen mit mehreren hundert Jahren Know-How handelt. Die Übernahmepolitik als auch die Einstellung zu Akquisitionen sind ebenfalls positiv. Die breite Regionale- als auch Segment-Diversifikation sorgt für ein verringertes Ausfallrisiko.  Der Fokus liegt auf Forschung und Entwicklung, um neue Trends zu entdecken.

Schwächen:
Merck verfügt zwar über eine Produktpipeline von über 30 Produkten (zum Vergleich: Bayer 125), die jedoch in einem frühzeitigen Entwicklungsstadium sind und in der nahen Zukunft noch keine Zulassung erhalten können. Ebenfalls eine Schwäche ist der Absatz in Lateinamerika, dem mittleren Osten und Afrika.

Chancen:
Chancen sehe ich in der Entwicklung von neuen bahnbrechenden Medikamenten und Akquisitionen, die die Innovation sowie Forschung und Entwicklung unterstützen. Die beste Chance sehe ich in der CRISPR-Technoligie, die eingesetzt wird, um die Funktion einzelner Gene und deren  Wirkung in einer Zelle zu verstehen. Diese Erkenntnisse können dann dabei helfen, neue Therapien und Heilmethoden oder Medikamente zu erforschen. Merck besitzt mehrere Patente dieser Technologie in den USA.

Risiken:
Risiken sind Klagen und Rechtsstreit (wie zuletzt bei Bayer), Entscheidungen entgegen neuer Medikamente und die Nichtzulassung von neuen Produkten.


Fazit

Merck Aktie Aktienanalyse Fazit

Allgemeine Bewertung:
Merck ist fundamental ein solider Konzern mit guten Umsatz und Gewinnzuwächsen sowie einer profitablen Marge in einer Zukunftsfähigen Branche. Die Breite Diversifikation hinsichtlich Segment- als auch geografischer Verteilung bietet Sicherheit und mindert Risiken. In Lateinamerika und Afrika ist der Absatz schwach. Merck gibt viel Geld für die Forschung- & Entwicklung aus und verfügt über 30 Produkte in der Entwicklungspipeline, von denen nur wenige einen fortgeschrittenen Zustand haben. Ein Umsatzzuwachs ist in sämtlichen Regionen festzustellen. Die erhöhte Nettoverschuldung begründet sich durch die zwei Übernahmen im Jahr 2019. Merck hat keinerlei Einfluss durch die Covid-19 Pandemie erlaubt, woraufhin die Prognose eines 10% höheren Umsatzes als 2019 bestätigt wurde. 

Bewertung der Aktie:
Diese ist aktuell fair bewertet. Das langfristige Gewinnwachstum liegt bei knapp 12%. Aktuell liegt das KGV bei 35,81, wobei das historische KGV der letzten 5 Jahre bei 29,15 liegt. Die Dividende ist mit einer Quote von durchschnittlich 5% als sehr sicher anzusehen – gemessen am Freien Cashflow. Bei aktuellem Dividendenwachstum von 5,5% folgt in 5 Jahren eine Dividende von 1,73€. Diese entspräche zum aktuellen Kurs einer Rendite von 1,6%. 

Abschließendes Fazit:
Merck ist ein Titel für die Watchlist und aktuell kein Kauf. Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie jedoch als kaufenswert einzuordnen, da sie vorrangig Stabilität in das Portfolio bringt. Überproportionale Kurszuwächse schließe ich aus. Eine Dividendensteigerung ist gemessen am freien Cashflow sehr gut möglich. Jedoch werde diese Gelder genutzt um die Forschung und Entwicklung voranzutreiben. Mit einer Dividendenrendite von (in den letzten 5 Jahren) 1,28% und einer prognostizierten Rendite von 1,6% ist Merck auch für Dividendenliebhaber uninteressant. 


Factsheet

Das Factsheet kannst Du Dir hier downloaden:

Zum Abschluss interessiert mich jetzt, ob du Merck im Depot oder auf der Watchlist hast. 😊 An der Stelle empfehle ich Dir nun im Börsen-ABC Dein Wissen zu erweitern und aufzufrischen oder weiter durch die Aktienanalysen zu stöbern. Sicher sind meine Empfehlungen für die Börse auch einen Blick wert. Damit kannst Du mich sogar unterstützen! 💙